Die EU-Kommission bereitet aktuell die Reform der gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) vor, die über die Zukunft der Landwirtschaft in Europa entscheiden wird. Dafür hat die Kommission eine Online-Befragung geschaltet, an der jede/r teilnehmen und ihre/seine Meinung zur künftigen Ausgestaltung der Agrarpolitik äußern kann.
Um Deine Teilnahme an der komplexen Umfrage zu erleichtern, haben wir ein Tool entwickelt, das den Ausfüllprozess durch vorformulierte Antworten deutlich erleichtert. Diese Antworten werden mit Deinem Name und Deiner E-Mail Adresse direkt an die EU-Kommission übermittelt.
Nutze unser Tool und gib Dein JA für eine bessere Landwirtschaft! Bitte lies die Fragen und unsere Antworten zur Zukunft der gemeinsamen Agrarpolitik.
Die GAP fördert keine nachhaltige Landwirtschaft, da sie hauptsächlich darauf ausgerichtet ist, einer kleinen Zahl von großen Betrieben zugute zu kommen. Sie scheitert auch dabei, die Umsetzung und Durchsetzung der EU-Umweltgesetzgebung und weiterer, den Ernährungs- und Landwirtschaftssektor betreffenden Bestimmungen zu unterstützen, wie beispielsweise im Bereich Tierwohl und Gesundheit.
Die derzeitige Politik (hauptsächlich Direktzahlungen aus der 1. Säule) ist eine Belastung sowohl für die Bürgerinnen und Bürger der EU, als auch für die Natur; Trotz des immensen Budgets, scheitert sie bei der Erbringung von konkreten Umwelt- und sozialen Leistungen in Schlüsselbereichen, wie beispielsweise Arbeitsplätze, Wirtschaft im ländlichen Raum, Gesundheitswesen, Lebensmittel, Klima und Biodiversität.
Eine modernisierte GAP sollte die Transformation hin zu einem nachhaltigen Ernährungs- und Landwirtschaftssektor unterstützen, die Umwelt schützen und tatsächliche gesellschaftliche Leistungen für alle Bürgerinnen und Bürger, inklusive der Landwirte, ermöglichen. Schädliche Subventionen müssen beendet werden und die GAP muss zur Erreichung der Globalen Nachhaltigkeitsziele der UN (SDGs) beitragen, dies schließt die Bekämpfung des Klimawandels mit ein.
Die Subventionen der 1. Säule sollten ersetzt werden durch Anreize, die an zielgerichtete (und messbare) gesellschaftliche und umwelt- /naturschutzfachliche Anforderungen geknüpft sind.
Ich stimme der LivingLand-Vision (www.living-land.org) zu. Die neue Agrarpolitik der EU muss fair, ökologisch nachhaltig, gesund und mit globaler Verantwortung gestaltet werden. Der politische Prozess sollte offen und transparent sein und alle relevanten Sektoren/Behörden (insbesondere Naturschutz, aber auch Klimaschutz, Entwicklungshilfe, Gesundheit etc.) mit einbeziehen.
Fordere EU-Agrarkommissar Phil Hogan jetzt auf, die Agrarpolitik radikal zu reformieren und den Raubbau an Natur, Boden, Wasser und Klima zu stoppen. JA zu einer besseren Landwirtschaft - für Mensch und Natur! (Hier geht es zu den Fragen und unseren vorformulierten Antworten.)